Wer Grenzen und alte Denkmuster durchbrechen und wirklich neue Ideen für Produkte, Prozesse und Services entwickeln will, muss Bestehendes hinterfragen und einen Perspektivwechsel vornehmen. Da setzt Cross Innovation – also die branchenübergreifende Innovation zwischen Kreativwirtschaft und anderen Branchen – an. Im Cross Lab der THAK lernen die Teilnehmenden aus Kreativwirtschaft und Thüringer KMU Cross Innovation anzuwenden. Innerhalb von zwei interdisziplinären Teams entwickeln sie über einen Zeitraum von dreieinhalb Tagen gemeinsam neue Lösungsansätze für reale Herausforderungen aus dem Unternehmensalltag der KMU – angeleitet und mit Hilfe von Innovationsmethoden. Dabei entstehen neben neuen Ideen und Perspektiven oftmals auch langanhaltende Kooperationen und Methodenwissen zum Mitnehmen.

KREATIVSCHAFFENDE setzen ihre Kompetenzen ein, um unternehmerisch drängende Herausforderungen gemeinsam mit den KMU zu lösen. Dabei lernen sie spannende Unternehmen, Themen und Methoden kennen und erweitern ihr Netzwerk.
Ob aus dem Schauspiel, der bildenden Kunst, dem Design oder der App-Entwicklung – Akteurinnen und Akteure aller Teilmärkte der Kreativwirtschaft können sich bewerben!
Für die Teilnahme am Cross Lab erhalten Kreativschaffende eine Aufwandsentschädigung.
VERTRETER UND VERTRETERINNEN VON KMU profitieren vom kreativen Know-how sowie dem frischen Blick von außen und lernen, ihre eigene Kreativität weiter zu schulen. Sie bringen ein konkretes Thema sowie ihr Expertenwissen ein und entdecken innovative Lösungswege für Produkte, Services oder Unternehmensprozesse, die sie allein vielleicht nie gefunden hätten. Sie lernen agile Zusammenarbeit, die Bedürfnisse der Märkte besser zu verstehen und Geschäftsmodelle neu zu denken.

RAHMENBEDINGUNGEN UND ERFOLGSFAKTOREN
Damit Cross Innovation im Cross Lab ihr maximales Potenzial entfalten kann,
schaffen wir die notwendigen Rahmenbedingungen – die passende Zusammensetzung der Teams, der optimale Raum, das Festlegen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die kompetente Moderation bis hin zur Mittagsversorgung. Für einen optimalen inspirierenden und kollaborativen Innovationsprozess, müssen neben den Rahmenbedinungen auch weitere Faktoren erfüllt sein. Im Cross Lab kommt es vor allem auf die optimale Herausforderung, das Zusammenbringen maximal unterschiedlicher Perspektiven und das Herstellen von Augenhöhe an.
Die optimale Herausforderung für ein Cross Lab
Manche unternehmerischen Herausforderungen lassen sich nicht allein lösen. Das sind genau die richtigen Herausforderungen für kollaborative Innovationsprozesse im Cross Lab.
Solche Herausforderungen können beispielsweise sein:
– Wie können wir Fachkräfte für unser Unternehmen gewinnen?
– Wie können wir nachhaltige Lieferketten in unserer Branche zum Standard machen?
– Was können wir aus in der Produktion anfallenden Reststoffen machen?
– Wie können wir unseren Mitarbeitenden unsere Unternehmenswerte näherbringen?
– Wie können wir Mitarbeitende mit Migrationshintergrund besser ins Team integrieren?
Maximal unterschiedliche Perspektiven: die optimale Teamzusammensetzung im Cross Lab
Wenn es um das Entwickeln wirklich neuer Produkte, Prozesse und Services geht, machen maximal unterschiedliche Perspektiven, Hintergründe und Denkweisen den entscheidenden Unterschied. Genau das praktizieren wir durch das Zusammenbringen von Kreativschaffenden und Vertreter und Vertreterinnen von Thüringer KMU anderer Branchen im Cross Lab. Auf Kreativseite werden dabei Kreativschaffende mit lösungsnahen Kompetenzen und Kreative, deren Kompetenzen erst auf den zweiten Blick lösungsrelevant sind – meist aus kulturnahen Kreativbereichen – mit einbezogen. Auf Unternehmensseite bringen zwei Vertreter und Vertreterinnen des Unternehmens ihr Wissen ein.
Kreativwirtschaft als wertvolle Innovationspartnerin:
Interdisziplinarität lässt sich natürlich mit vielen verschiedenen spannenden Branchen erreichen. Für uns ist die Zusammenarbeit mit der Kreativwirtschaft die spannendste Kooperation. Denn zu diesem Zeitpunkt wissen wir: Kreativität und Innovation gehören zusammen. Kreativität wiederum ist das Kerngeschäft von Kreativschaffenden. Und nicht nur das: Kreativschaffende sind Vorreiter und Vorreiterinnen unserer Zeit. Ob digitale Anwendungen, Produktdesigns oder Theaterinszenierungen: täglich entwickeln sie neue Ideen, denken das Alte neu, eröffnen neue Möglichkeitsräume und sind Innovationstreiber und -treiberinnen. Sie bringen eine Offenheit und kreative Professionalität in einen Innovationsprozess ein, die sie zu perfekten Partnern und Partnerinnen machen.
Für eine erfolgversprechende Zusammenstellung der Cross-Lab-Teams sorgt eine erfahrene Fachjury, die die Teams aus den Bewerbern und -Bewerberinnen interdisziplinär zusammenstellt.
> Jeweils zwei Vertreter und Vertreterinnen aus zwei unterschiedlichen KMU
> Vier Kreativschaffende
Gearbeitet wird im Cross Lab in zwei unterschiedlichen Gruppen.
Augenhöhe für echte Kollaboration
Im Cross Lab arbeiten alle – Kreativschaffende und Vertreter und Vertreterinnen von Unternehmen – auf Augenhöhe, ohne Hierarchien und zusammen an der gleichen Herausforderung. Statt einer klassischen Auftraggeber-Dienstleister-Beziehung entsteht eine echte Co-Kreation und damit geteiltes Wissen.
Das passende Setup für das Cross Lab
Das Cross Lab der THAK findet in Erfurt statt. Wir stellen einen Raum zur Verfügung, in dem sich alle Teilnehmenden auf Augenhöhe begegnen und Synergien entstehen. Der Prozess wird unter zur Handnahme einer geeigneten Kreativmethode professionell von einem Moderator oder einer Moderatorin begleitet und angeleitet.
Passgenaue Kreativmethoden für optimale Zusammenarbeit
Im Cross Lab lernen die Teilnehmenden anhand der Methode “Design Thinking“ kreative Lösungen für unternehmerische Herausforderungen zu entwickeln. “Design Thinking“ ist ein Ansatz aus der Innovationsschmiede des Silicon Valley und angelehnt an die Arbeitsmethoden von Designern und Designerinnen. Bewährtes wird neu gedacht. Innovationen werden geschaffen. Mittlerweile hat der Ansatz den Weg in zahlreiche internationale Unternehmen und Organisationen jeglicher Größe gefunden. Bekannteste Beispiele: BMW und SAP.
Das Besondere an der Methode ist das Denken vom Nutzer / von der Nutzerin her und die Interdisziplinarität der Teilnehmenden.
Im Cross Lab wird das Lernen der Methode kombiniert mit dem ganz praktischen Erarbeiten von Lösungsansätzen entlang einer konkreten unternehmerischen Fragestellung.
Neben Design Thinking kommen je nach Bedarf noch andere Methoden im zum Einsatz.
So läuft ein Cross-Innovation-Prozess im Cross Lab ab
Das Cross Lab der THAK findet jährlich im Oktober in Erfurt statt und dauert 3 1/2 Tage. Das Cross Lab unterteilt sich in vier Phasen.
Phase 1: Bevor die interdisziplinären Teams ins Arbeiten kommen, wird das Setting des Prozesses möglichst klar umrissen. Teilnehmende lernen sich kennen und die Kreativschaffenden arbeiten sich in die Unternehmen der anderen Branchen ein.
Phase 2 (Preject): In der zweiten Phase des Prozesses werden dann Kontext, Problemstellung und die Herausforderung sondiert.
Phase 3 (Project): Nun werden Lösungen auf Grundlage erarbeiteter Ideen geformt.
Phase 4 (Eject): Am Ende des Prozesses werden erarbeitete Konzepte oder, im Idealfall bereits Prototypen, getestet.
Für das Cross Lab 2026 bewerben
Das Cross Lab 2026 findet vom 26. bis 29. Oktober statt.
Bewerbungen sind bis zum 01.08.2026 möglich. Eine Fachjury bestehend aus Experten und Expertinnen zu den Themen Wirtschaft, Cross Innovation und Kreativwirtschaft wählt zwei Thüringer KMU und vier Kreativschaffende aus.
Bewerben könnt ihr euch hier.































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