Healyan: Die Brücke vom innovativen Wellness-Produkt zur Zielgruppe

Cross Lab-Case 2024 Produktinnovation

Ein Raum voller Ideen: Produktdesignerin Sylvia Débit und Künstler Marcel Sparmann (v. l.) bringen im Cross Lab ihre kreativen Perspektiven ein, Foto: THAK

Die Herausforderung

Das Thüringer Start-up Healyan hat eine LED-Brille entwickelt, die Lichttherapie mobil und alltagstauglich macht. Integrierte LEDs im Brillengestell ermöglichen per App gesteuerte Lichtprogramme, die sich an Audiodaten wie Musik oder Meditationsübungen anpassen, und liefern so Therapie und Unterhaltung zugleich. Die Brille soll Stress reduzieren, den Schlaf verbessern und die Psyche stärken.

Technische Innovationen können scheitern, wenn der Markteintritt nicht gut vorbereitet ist. Vor allem bei erklärungsbedürftigen Innovationen wie der LED-Brille ist es wichtig, die Nutzer:innenperspektive einzunehmen und die Technik für die potenzielle Zielgruppe zu übersetzen. Mit dem nutzer:innenorientierten Ansatz des Design Thinkings und dem frischen Blick von Kreativschaffenden auf das Produkt war die Healyan-LED-Brille im Cross Lab gut aufgehoben.

Das Team

Philipp Caspari und Laurin Martins von Healyan bildeten gemeinsam mit dem Künstler und künstlerisch-systemischen Vermittler Marcel Sparmann sowie der Produktdesignerin Sylvia Débit das Team im Cross Lab.

Der Output

Die Zusammenarbeit zwischen den Ingenieuren von Healyan und den Kreativschaffenden nahm eine besondere Dynamik an. Im Prozess kamen Fragen auf, die sich das Team hinter Healyan bisher nicht gestellt hatte. Besonders die gemeinsame Befragung von potenziellen Nutzer:innen der technischen Innovation auf der Straße, ein Baustein im Cross-Innovation-Prozess, öffnete neue Perspektiven auf die potenzielle Zielgruppe des Start-ups und half den Gründern, zu verstehen, welche Menschen offen für den Kauf und die Nutzung der LED-Brille sind. Der Schlüssel für das Gewinnen wichtiger Erkenntnisse über die Zielgruppe war das Zusammenspiel von Kreativschaffenden, die ein Gespür für das Stellen relevanter Fragen mitbringen, und Ingenieuren, die über ein tiefes technisches Wissen verfügen. An dieser Stelle zeigte sich, wie wertvoll die Zusammenarbeit von Menschen ist, die ganz unterschiedliche Kompetenzen mitbringen. Mit der geschärften Zielgruppe im Hinterkopf entwickelte das Team Motive für eine Kommunikationskampagne. Diese soll das erklärungsbedürftige Produkt besser zugänglich machen. Die Nutzung des Produkts steht dabei im Vordergrund, ohne mit technischen Details zu überfordern. Bei den Teilnehmenden war das Motto im Cross Lab jedoch ganz klar „Der Weg ist das Ziel“. Healyan konnte sich im Prozess vor allem neue Erkenntnisse über die Zielgruppe und die Zusammenarbeit mit Kreativschaffenden aneignen und mitnehmen.

Das sagen die Teilnehmenden

Sylvia Debit
Designerin

„Es war eine einmalige Erfahrung, mit Menschen aus so vielen verschiedenen Bereichen und Branchen zu arbeiten. Auch die Tatsache, dass wir vier Tage für diese Aufgabe hatten, ist wirklich einmalig. Oft wollen Teilnehmende nicht mehr als vier oder fünf Stunden in Workshop-Formate investieren. Das Cross Lab hat mich darin bestärkt, dass ich als Designerin meine Perspektive in ganz unterschiedliche Bereiche einbringen kann.“

Philipp Caspari
Healyan Co-Founder & CEO

„Ob ich finde, dass mehr Start-ups so einen Prozess mit in ihre Entwicklungsarbeit einbauen sollten? Ja, auf jeden Fall! Gerade in der Anfangsphase haben wir viele kreative Prozesse durchlaufen, wo es sehr viele Diskussionen um Details gab. Nach einem gewissen Zeitraum nochmal in die detaillierte Analyse zu gehen und das in Zusammenarbeit mit Kreativschaffenden, die einen frischen Blick auf das Thema mitbringen und die unvoreingenommen sind, das hat uns nochmal in den Modus versetzt, Dinge zu hinterfragen und diese besser zu machen.“

Laurin Martins
Healyan

„Das Konzept Cross Lab kannte ich vorher nicht. Ich habe ein absolut positives Gefühl beim Cross Lab gehabt, weil die Personen, die Kreativschaffenden, mit denen wir zusammengearbeitet haben, sehr gut zur Art gepasst haben, wie wir agiert haben. Marcel und Sylvia sind der Grund, dass wir im Cross Lab gemeinsam richtig gut funktioniert haben.“

Marcel Sparmann
Künstler

„Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Nicht nur in dem weiten, großen, hellen Raum des Werkraum.Studios, sondern auch durch die wohlwollende und zuhörende Anleitung durch Veronika Busch und die Atmosphäre im Team. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl: Ich bin hier gerade richtig und ich kann hier gerade etwas machen, das für den kreativen Prozess gut ist. Das war ein gutes Gefühl für mich als Kreativer.“

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