Noch nie waren Innovationen für die Wirtschaft so bedeutend wie heute. Richtig gute Lösungen für komplexe Herausforderungen entstehen jedoch nicht in geschlossenen Innovationssystemen und isolierten Forschungsabteilungen.Wer Grenzen und alte Denkmuster durchbrechen und wirklich neue Ideen für Produkte, Prozesse und Services entwickeln will, muss Bestehendes hinterfragen und einen Perspektivwechsel vornehmen. In Kollaboration. In Netzwerken. In divers zusammengesetzten Teams. Mit neuen Arbeits- und Denkweisen. Neuen Methoden. Und mit kreativen Impulsen. Genau da setzt der Ansatz Cross Innovation – also branchenübergreifende Innovation zwischen Kreativwirtschaft und anderen Branchen – an.

Richtig gute Ideen entstehen durch maximal unterschiedliche Perspektiven
Ein Cross Innovation Prozess vereint völlig unterschiedliche Menschen, um gemeinsam neue Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln, die ohne den Blick über den Tellerrand kaum zu bewältigen wären – oft in Teams, die sich so nie gefunden hätten. Der Geschäftsführer einer Bäckerei, ein Kommunikationsdesigner, eine Künstlerin und eine Porzellandesignerin zum Beispiel. Alle arbeiten auf Augenhöhe, ohne Hierarchien und zusammen an der gleichen Herausforderung. In diesem Fall an der Herausforderung der Bäckerei. Statt einer klassischen Auftraggeber-Dienstleister-Beziehung entsteht eine echte Co-Kreation. Der Einsatz von Kreativmethoden wie Design Thinking gibt dem Cross Innovation Prozess Struktur und bildet das Fundament für die gemeinsame Arbeit zwischen Kreativschaffenden und Akteuren anderer Branchen.
Kreativwirtschaft als optimale Partnerin im Innovationsprozess
Diversität lässt sich mit vielen verschiedenen spannenden Branchen erreichen. Für uns ist die Zusammenarbeit mit der Kreativwirtschaft die spannendste Kooperation. Denn wenn schon branchenübergreifende Ideenentwicklung, warum dann nicht mit der Branche, deren Kernaufgabe Kreativität und das Entwickeln neuer Ideen ist.
Außerdem sind Kreativschaffende Vorreiter und Vorreiterinnen unserer Zeit. Ob digitale Anwendungen, Produktdesigns oder Theaterinszenierungen: täglich eröffnen sie neue Möglichkeitsräume, denken das Alte neu, und sind Treibende von Innovationen. Sie bringen eine Offenheit und kreative Professionalität in einen Innovationsprozess ein, die sie zu perfekten Partnern und Partnerinnen im Cross Innovation Prozess machen.
Labore, Labs und Kreativräume – Formate für die branchenübergreifende Innovation
Hinter Cross Innovation steckt die Erfahrung, dass die spannendsten und wirkungsvollsten Ideen aus Diversität, neuen Perspektiven und Begegnungen hervorgehen. Deutschlandweit entstehen entsprechend Formate und Labs, die die Grenzen bestehender Innovationsökosysteme überschreiten und branchenübergreifende Begegnung und Kollaboration zwischen Kreativwirtschaft und anderen Branchen vorantreiben. In solchen Formaten werden Kreativschaffende mit lösungsnahen Kompetenzen ebenso einbezogen wie Kreative, meist aus kulturnahen Kreativbereichen, deren Kompetenzen erst auf den zweiten Blick lösungsrelevant sind. Gerade diese Interdisziplinarität öffnet neue Perspektiven und macht den Unterschied im Vergleich zu klassischen Innovationsprozessen. Und auch Kreativschaffende profitieren von dem Austausch: Sie erhalten Einblick in andere Wirtschaftszweige, lernen neue Anwendungsfelder für ihre Fähigkeiten kennen und können dadurch ihr eigenes Portfolio erweitern.
Die THAK bietet Thüringer Kreativschaffenden und Vertretern und Vertreterinnen Thüringer KMU im dreitägigen Cross Lab die Möglichkeit, Cross Innovation zusammen zu lernen. Die Sammlung der Erfahrungsberichte und Cases der vergangenen drei Thüringer Cross Labs zeigt, dass Cross Innovation eine zukunftsträchtige Methode ist um innovatives Denken in Thüringen voranzutreiben.
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Claudia Köhler
Vernetzung & Transfer
ck@thueringen-kreativ.de0151 / 1500 1683Das könnte dir auch gefallen:
