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KREATIVE KOOPERATION ZWEIER THÜRINGER AUTORINNEN SCHAFFT FRISCHE PERSPEKTIVEN AUF PERSÖNLICHE “GLÜCKSORTE IM THÜRINGER WALD”

Die Autorinnen und Bloggerinnen Anika Luthardt (feelslike.erfurt) und Jessika Fichtel (JF Texte Jessika Fichtel / Thüringen bloggt) verbindet nicht nur die Liebe und Berufung zum Schreiben, sondern auch ihre Heimat der Thüringer Wald. Vor wenigen Wochen haben sie ihr erstes gemeinsames Buch „Glücksorte im Thüringer Wald“ herausgebracht. Der Reisebegleiter der besonderen Art ist eine Sammlung schönster Heimaterinnerungen, besonderer Orte, verwunschener Wanderwege und anderer Entdeckungen. Wir wollten mehr über die Zusammenarbeit und ihre persönlichen Glücksorte erfahren und haben die beiden zum Interview getroffen.

 

Anika Luthardt (li.) und Jessika Fichtel (re.), Foto: Janett Scheibe.

 

Wie kam es zu der Idee, gemeinsam ein Buch zu schreiben?

Jessika: Vor ein paar Jahren kam erstmals der Droste-Verlag auf mich zu, der einen Reiseführer über Erfurt für die Reihe “Glücksorte in…” plante. Als mir die Verleger:innen per Mail mitteilten, dass sie mich dafür als Autorin haben wollten, habe ich sofort zugesagt. 2018 erschien also mein erstes Buch “Glücksorte in Erfurt” – eine Art Liebeserklärung an meine damalige Wahlheimat Erfurt mit 80 besonderen darin enthaltenen Orten. Nach der Geburt meines ersten Kindes verschlug es mich wieder zurück in meine Geburtsstadt Eisenach, wo ich heute in einer echten Idylle in der Thüringer Wald-Region lebe. Ich liebe meine Heimat sowie meine persönlichen und bis dato eher verborgenen Glücksorte. Entsprechend freute ich mich über die zweite Anfrage vom Droste-Verlag vor einem Jahr bezüglich eines weiteren Buchs zum Thema “Glücksorte im Thüringer Wald”. Ich dachte gleich: Dieses Herzensprojekt will ich unbedingt umsetzen! Jedoch war ich zum Zeitpunkt der Anfrage  zum zweiten Mal schwanger und brauchte Unterstützung beim Schreiben der Inhalte, dem Aufsuchen der Orte und dem dazugehörigen Bildmaterial. Ich habe direkt an Anika gedacht, die selbst ein Kind des Thüringer Waldes ist und einfach wunderschöne emotionale Texte schreibt.

Anika: Als der Anruf von Jessika kam, war ich überglücklich. Von Anfang an waren wir ein perfektes Team – nicht nur persönlich, sondern auch während des gesamten Schreibprozesses. Als gebürtige Sonnebergerin ist für mich zudem ein Traum in Erfüllung gegangen: Ich kann nicht nur mein erstes Buch umsetzen, sondern gleichzeitig die Schönheit meiner Heimat mit den Lesern und Leserinnen teilen. Auch wenn ich mittlerweile seit vielen Jahren in Erfurt lebe, bin ich oft und gerne bei meiner Familie zu Hause und besuche die Lieblingsorte meiner Kindheit. Durch das Buch und die Zusammenarbeit mit Jessi habe ich aber auch viele neue Ecken, Locations, Cafés und Geheimtipps für mich entdeckt.

 

 

Wie sind die Inhalte für das Buch entstanden und welche (Lieblings-)Orte sind im Reiseführer zu finden?

Anika: Um “Glücksorte im Thüringer Wald” zu schreiben, waren Jessika und ich in den letzten Monaten in den verborgensten Winkeln des Thüringer Waldes unterwegs, haben mit den Menschen vor Ort gesprochen, viele Eindrücke aufgesogen, alles schriftlich festgehalten sowie Bildmaterial gesammelt – ob verschlungene Wanderwege, frische Kräuterwiesen oder urige Gaststätten, die das beste Käsebrot der Welt anbieten. Letzteres trifft auf die Fuchsfarm in Steinach zu: Das ist mein ganz persönlicher Kindheits-Lieblingsort, den ich bis heute noch oft zusammen mit meinen Freunden und meiner Familie aufsuche. Ich liebe es dort zu sein, vor allem wegen des nostalgischen Charmes. Ansonsten habe ich auch einen neuen “place to be” für mich gefunden: Ein Teigmacher in Bad Tabarz hat aus einer alten Lesehalle ein Café gezaubert, das Besucher:innen einen schmucken Treffpunkt im skandinavischen Stil bietet.

 

 

Jessika: Während das Schreiben des Buches für Anika eher eine Reise in die Vergangenheit war, bedeutete der Besuch der Glücksorte für mich das Sammeln von Erinnerungen im Hier und Jetzt. Ich hatte meine kleine Tochter bei jeder Recherche dabei. Zusammen entdeckten wir eine wunderschöne Streuobstwiese bei Suhl sowie die alte Nagelschmiede in Steinbach Hallenberg, schnuckelige Geschäfte und meinen absoluten Lieblingsort (den ich allerdings schon ein bisschen länger kenne): den Metilstein. Der knapp 400 Meter hohe Berg befindet sich gegenüber der Wartburg in Eisenach und garantiert den einfach schönsten Blick auf das UNSESCO Weltkulturerbe. Ansonsten kann man im Buch weitere feine Perlen für sich erkunden, die die Vielseitigkeit der Thüringer Wald-Region aus unserer Perspektive zeigen, aber auch klassischen und beliebten Glücksorten Raum geben.

 

Glücksort Metilstein mit Blick auf die Wartburg in Eisenach, Foto: Anika Luthardt.

 

Gab es Herausforderungen bei der Umsetzung des Buches, die ihr meistern musstet?

Anika: Beim Schreiben unserer Reiseeindrücke gab es keinerlei Probleme. Nur für die Fotos brauchten wir eigentlich immer gutes Wetter, was in den kalten und verregneten Monaten nicht immer einfach war. Aber auch diese Herausforderung konnten wir gut lösen. Neben Fotos von Jessika und mir sind auch welche von der Erfurter Fotografin Christin Schreiter sowie vom Regionalverband Thüringer Wald e.V. im Buch enthalten.

 

Blick über den Thüringer Wald beim Kickelhahn, Foto: Anika Luthardt.

 

Jessika: Um die besagte Streuobstwiese zu finden, konnte ich mich nur an eine vage Wegbeschreibung halten, die ich über drei Ecken bekommen habe. Das war nicht ganz einfach, doch am Ende hab ich es geschafft und konnte einen wahrhaften Glücksmoment genießen. Generell kann ich sagen, dass es sehr herausvordernd ist, so ein Buchprojekt erst hochschwanger und im Anschluss mit Säugling umzusetzen.

Ansonsten lief die gesamte Arbeit am Projekt zusammen mit Anika total gut. Wir haben fast ausschließlich digital zusammengearbeitet und uns regelmäßig via Telefon, Zoom und WhatsApp ausgetauscht. Unsere Ideen sammelten wir auf einem Trello-Board. Der Kontakt zum Verlag verlief über E-Mail. Die verschiedenen Orte hat dabei jede für sich meist alleine besucht und bearbeitet, woraus eine tolle Mischung mit unterschiedlichsten Blickwinkeln auf die Region entstanden ist.

 

 

Wie kann “Glücksorte im Thüringer Wald” zur Aufwertung der Region beitragen?

Annika: Obwohl ich gebürtig aus dieser Region komme, habe ich vor meiner Recherche eine solche Vielfalt und Kreativität im Thüringer Wald gar nicht erwartet. Vor allem in den kleinen Dörfern wurde ich oft von innovativen und coolen gastronomischen Konzepten überrascht, die man in der Form eigentlich nur von Großstädten kennt. Es bedeutet mir persönlich viel, dass wir durch das Buch Aufmerksamkeit für derart liebevolle Orte und engagierte Unternehmer:innen schaffen und so auch kleinere Winkel im Thüringer Wald beleben können. Durch die Gespräche mit den Menschen vor Ort, die uns immer sehr herzlich empfangen haben und sich alle sehr über das Buch gefreut haben, ist dieser Aspekt nochmal deutlicher geworden.

Jessika: “Glücksorte im Thüringer Wald” möchte den Blick auch auf die kleinen feinen Dinge lenken, die Anika eben beschrieben hat. Sie sind überraschend, zum Teil kurios, wunderschön und typisch thüringisch. Die Orte im Buch haben mich persönlich richtig glücklich gemacht – und nun hoffentlich auch viele begeisterte Leser:innen!

 

Die beiden Autorinnen haben Sie neugierig gemacht? So können Sie mit ihnen Kontakt aufnehmen:

Jessika Fichtel – JF Texte
www.jf-texte.de
Mail: info@jf-texte.de
Instagram: @jessika.fichtel

Anika Luthardt – feelslike.erfurt
www.feels-like-erfurt.de
Mail: info@feels-like-erfurt.de
Instagram: @feelslikeerfurt
Facebook: feelslike.erfurt

 

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