Kreative Köpfe

6 FRAGEN AN STUDIO SCHMIDTCHEN

Der kreative Kopf Benjamin Schmidt hilft als Grafikdesigner mit seinem Brand “Studio Schmidtchen” Menschen, Unternehmen und Start-Ups dabei, visuell zu kommunizieren. Den Tausendsassa verschlug es von Weimar nach Krakau und schließlich nach Erfurt, wo er sich seine kreative Homebase aufgebaut hat. Wir haben den gebürtigen Thüringer via Zoom zum Interview getroffen und mehr über seine Lust an Kreativität und seine Arbeitsweise mit “Moodboards” erfahren.

 

 

1. Beschreibe deinen Weg bis hierher!

Beruflich begann alles mit einer Ausbildung zum Kaufmann für Informatik. Neben all’ den fachlich eher trockenen Themen merkte ich schnell, dass mich die Möglichkeiten der Programmierung und vor allem Webdesign am meisten interessierte. Ich holte mein Fachabitur im Bereich Gestaltung nach und beschloss an der Bauhaus Universität in Weimar zu studieren. Es folgte eine wahnsinnig inspirierende und prägende Zeit mit viel Input, ästhetischer Feldforschung, Erfahrungen in der Zusammenarbeit und intensivem Austausch mit Kommilitonen im Bereich Design und Kunst. Während meines Studiums habe ich dann Projekte für diverse Agenturen, aber auch für Unternehmen wie IKEA umsetzen dürfen und mich schließlich mit meinem Kreativ-Label “Studio Schmidtchen” selbstständig gemacht. 

 

 

2. Welche Dienstleistungen bietest du an und für welche Branchen?

Meine kreativen Dienstleistungen sind facettenreich und meine Kunden kommen aus unterschiedlichsten Bereichen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Art Direction, Editorials, Logos & Icons, Poster, Webdesign, 2D-Animation, Grafiken für den Social Media Bereich und Photo Editing. Im kulturellen Bereich durfte ich zuletzt eine kleine CI für die Veranstaltungsreihe “Creme Brühlee” im Brühler Garten entwerfen. Für das Showformat “Let´s Zwist again“ animierte ich Trailer und Erklärvideo zur Show und war bei der Konzeption für das Online Abstimmungstool tätig. Zu den wirtschaftlichen Kunden gehören die Metro Deutschland, für die ich gemeinsam mit einer kleinen Agentur aus Werbetextern und Creative Direktoren an deren Broschüren arbeite. Im Sportsektor konnte ich bisher Trikots & Teamlogo für die Mannschaft SchlagArt und Fox Erfurt entwickeln. Daneben kreiere ich auch mal ein Plattencover oder erstelle ein Fotomagazin meiner letzten Beobachtungen. Weitere Ausschnitte meiner Arbeit kann man sich auch auf meiner Webseite anschauen.

 

 

3. Wie stehst du zum Thema Netzwerken? Arbeitest du oft mit anderen Kreativen zusammen?

Ich bin tatsächlich nicht der Stärkste im klassischen Netzwerken. Womöglich bin ich dahingehend noch ein wenig zu vorsichtig. Also ich sag es mal so: Ein kreativer Prozess ist meist mit Herausforderungen und dem ständigen Scheitern verbunden, welches Teil eines jeden ist, der etwas erschaffen möchte. Das ist auch nicht schlimm, sondern gehört dazu. Die Lösung ist ja meist nicht sofort da, sondern man erarbeitet sie sich und versucht sie zu optimieren. Dazu benötigt man Zeit, Geduld und Freiraum. Genau diese Rahmenbedingungen sind in der Umsetzung eines Projektes in der Wirtschaft ein wenig schwierig zu händeln und können die Zusammenarbeit beeinträchtigen, aber natürlich auch stärken. Bei manchen Projekten greife ich auf Netzwerkpartner zurück, da ich denke, dass sie für das jeweilige Projekt in ihrer Disziplin einfach geeigneter sind. Daraus resultiert Zusammenarbeit oder die Freude, den Auftrag an jemanden anderen weitergegeben zu haben. Prinzipiell bin ich immer offen für gemeinsame Projekte.

 

 

4. Was macht gutes Design-Handwerk aus?

Ein gutes Verhältnis zwischen Idee, Handwerk und das Gespür für die jeweilige Zielgruppe. Dabei kann übrigens Handwerk auch bewusst nicht gut eingesetzt werden, sofern die die Botschaft dadurch noch besser kommuniziert werden kann. Gutes Design muss nicht komplex sein, jedoch einen gewissen Kniff haben, so dass man sich im besten Falle die jeweilige Gestalt nochmal anschauen möchte. Im Wesentlichen geht es um die Aufgabe, den richtigen Abstraktionsgrad zu finden und ikonisch zu denken, sodass sich der Betrachter daran erinnern kann. Die Psychologie dahinter ist immer sehr spannend für mich. Wie kann ich die jeweilige Zielgruppe inspirieren, bewegen und erreichen, wie funktionieren Symbole, Trends und ab wann eigentlich nicht mehr? Empathie und Reflexion ist Voraussetzung für ein gutes Ergebnis und die Funktion des jeweiligen Mediums.

 

 

5. Wie arbeitest du und was inspiriert dich?

Bevor eine Zusammenarbeit entsteht, ist es für mich wichtig, meinen Kunden kennen zu lernen und Vertrauen aufzubauen. Wir besprechen dann zunächst, was sich das Unternehmen vorstellt und was es damit bewirken möchte. Dabei versuche ich den Kunden mit in den kreativen Prozess zu nehmen und in kurzer Zeit viele Ideen zu sammeln. Daraufhin erstelle ich ein sogenanntes “Moodboard”, auf dem ich Farben, Schriften und Bilder sammle. Schließlich entstehen erste Konzeptskizzen, bevor es dann an die Umsetzung geht. In meinen künstlerischen Prozessen ist es die Popkultur und vorallem die Musik, die mich inspiriert. Meine Gitarre ist immer in Schreibtisch-Reichweite und hilft mir dabei, meinen Kopf immer mal kurz in den Urlaub zu schicken. Ich selber bin noch Musiker und spiele in der Band “Invisible Popcorn”. Das Komponieren von Songs und das Recorden ähnelt oftmals den Prozessen meiner grafischen Arbeit. Zufälle, Fehler und damit verbundene Überraschungen machen Spaß und inspirieren mich. Ansonsten erweitern meine verschiedenen Kundenprojekte stets meine persönliche “Gestaltungs-Bibliothek”, auf die ich dann immer wieder zurückgreifen kann. Ich bin mit ehemaligen Kommilitonen im Austausch, die mittlerweile überall verteilt sind. Es ist spannend zu sehen, welche Ästhetiken in welchem grafischen Bereich und topografischen Sektoren funktionieren – man sollte immer auf dem Laufenden bleiben und sich stets weiterbilden. 

 

 

6. Was sind deine Visionen?

Ich möchte mein Portfolio um weitere Referenzen erweitern und mich im Bereich der 2D-Animation und der 3D-Visualisierung weiterbilden. Ansonsten habe ich mir vorgenommen, mich mehr zu connecten – ich arbeite derzeit sehr viel von zu Hause aus und würde gerne ein Büro finden, in dem ich mich mit anderen austauschen kann. 

 

Kontakt

Möchten Sie gemeinsam an einem Projekt arbeiten, Feedback zu Ihrer Idee erhalten oder haben Sie eine Kooperation im Sinn? Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail mit einigen Details oder rufen Sie mich an und wir können loslegen. Gemeinsam werden wir eine passende Lösung für Ihr Projekt finden.

T: 0151 206 26 855
M: hallo@studioschmidtchen.de

www.studioschmidtchen.de
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