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#CORONA: HOME OFFICE HACKS

Tipps und Tricks, um im Home Office den Arbeitsalltag gut zu meistern

In Zeiten der Corona-Krise müssen nun viele von zu Hause arbeiten. Besonders schwer kann das für Menschen sein, die ihr geregeltes Arbeitsumfeld brauchen, die direkte Kommunikation mit den Kollegen und Kolleginnen oder vielleicht sogar keinen gesonderten Arbeitsplatz zu Hause haben. Wie können Sie sich in diesen Zeiten motivieren und zur Konzentration gelangen? Welche Tipps gibt es, einen geeigneten Arbeitsplatz zu schaffen? Wie können Sie mit den Kollegen und Kolleginnen adäquat kommunizieren, ohne bei jeder Kleinigkeit zum Telefonhörer zu greifen? Wir haben für Sie ein paar Ideen und Tipps zusammengefasst und eigene Erfahrungswerte einfließen lassen.

 

#1 Einsamkeit

Die Stille ist nun bei vielen etwas, womit sie zurechtkommen müssen. Kein ausgelassenes Schwätzchen während der Mittagspause, am Rande des Schreibtischs oder beim gemeinsamen Kaffeebrühen in der Teeküche. Gemeinsam den Arbeitsalltag zu verbringen stärkt unser soziales Bewusstsein und Miteinander – das fällt nun für eine unbestimmte Zeit weg. Zum Glück leben wir in einer konnektiven Welt! Verabreden Sie sich doch zu festen Zeiten mit ihren Kollegen und Kolleginnen via Videochat zum gemeinsamen Mittagessen oder eröffnen Sie eine What’s App-Gruppe, in der Sie alle Ihr Frühstück als Foto posten. Vor allem alltägliche und menschliche Themen dürfen in dieser Zeit nicht zu kurz kommen – auch Telefonate mit den Kollegen und Kolleginnen, die eventuell mit dieser Situation nicht so gut zurecht kommen sind elementar, um wieder Energie und Motivation für die täglichen Aufgaben zu bekommen. Fragen Sie einander, wie es Ihnen geht und unterstützen Sie sich gegenseitig – auch seelisch.

 

Bild: Victor Freitas

 

#2 Kommunikation

Sie besprechen normalerweise viele Arbeitsschritte persönlich, in Meetings oder am Rande des Schreibtischs? Sie wissen nun gar nicht so recht, wie es sich am besten asynchron und digital kommunizieren ließe? Es gibt viele Möglichkeiten, um dennoch gut und sinnvoll zu kommunizieren, auch wenn man sich nicht direkt in die Augen sehen kann. Hier ein paar Tipps: Einigen Sie sich mit Ihrem Team oder Ihrem Kunden auf ein Kommunikationsportal oder Chatprogramm. Die Plattform Tingtool ist kostenlos und praktikabel, um mit verschiedenen Projekten und Themen in Diskussion und Kommunikation zu gehen. Auch Slack ist ein geeignetes Chatprogramm, um vor allem dem E-Mail-Irrsinn zu entkommen, bei dem man sowieso schnell den Überblick verlieren kann. Wenn Sie sich gerne sehen möchten, dann eignen sich Videochatportale, wie Skype und JITSI. Ein weiterer Tipp: Vereinbaren Sie feste Online- und Offline-Zeiten, in welchen Sie kommunizieren können und erreichbar sind, um Freigabeprozesse und ähnliches zu vereinfachen. Sagen Sie Ihren Kollegen und Kolleginnen Bescheid, wenn Sie vorerst “afk” (away from keyboard) sind – das erspart unnötige Wartezeiten, in welchen die Kollegen und Kolleginnen etwas anderes machen könnten. Man kann zum Beispiel einen festen Telko-Termin alle zwei Tage vereinbaren, um sich über relevante Themen und Aufgaben auszutauschen. Aber jeder kann für sich eine passende Struktur finden. Apropos Struktur …

 

Bild: bongkarn thanyakij

 

#3 Arbeitsalltag

Ein strukturierter Arbeitsalltag ist das A und O. Machen Sie sich, bevor Sie anfangen, eine To-Do-Liste mit den wichtigsten Aufgaben. Wenn Langeweile aufkommt, empfiehlt sich zudem eine sogenannte “Kröten-Liste” mit Aufgaben, zu denen Sie sonst nie gekommen sind, die sich nun zeitlich erledigen lassen. Dazu zählen auch Aufgaben, die Sie schon ewig vor sich herschieben. Setzen Sie sich zudem relativ feste Arbeits- und Pausenzeiten. Diese müssen nicht 1-zu-1 so wie im Büro sein. Erspüren Sie Ihre Konzentrationszeiten – wenn Sie mit immer mal kurzen Pausen jede Stunde besser zurechtkommen, als klassisch von 12 bis 12:45 Uhr Mittag zu machen, dann ist das vollkommen in Ordnung. Wichtig dabei ist, dass Sie sich in dieser Zeit von Ihrem Laptop, Smartphone, Tablet etc. physisch entfernen. Gehen Sie in ein anderes Zimmer, auf den Balkon oder wo auch immer Sie kurz abschalten können. Versuchen Sie, fehlende Bewegung in den Pausenzeiten oder nach dem Feierabend nachzuholen. Dabei reicht es zum Beispiel einmal um den Block zu gehen. Versuchen Sie alles, um den Kreislauf einmal täglich in Schwung zu bringen.

 

Bild: Suzy Hazelwood

 

#4 Konzentration

Zu Hause kann man sich leicht ablenken – Wäsche waschen, Oma anrufen, Blumen gießen. Versuchen Sie daran zu denken, dass egal, welchen Business-Aufgaben Sie nachgehen, Sie derzeit einen wichtigen Beitrag für Ihr Unternehmen und letztendlich zur Gesellschaft leisten und dass es wichtig ist, dass diese Aufgaben auch soweit es geht, erledigt werden. Eigene To-Dos, die Sie normalerweise auch nicht im Büro erledigen können, packen Sie einfach auf eine Liste – es ist noch genügend Zeit, sich darum zu kümmern (die Tage sind lang!). Kleiner Extra-Tipp: Erstellen Sie in Ihrem Chatportal eine Gruppe mit dem Stichwort “Thank You” und bedanken Sie sich gegenseitig für die tolle Arbeit, die sie derzeit stemmen – das kann motivieren und viel positive Energie geben (vor allem, da man sich ja gutes Feedback oder Komplimente derzeit nicht persönlich abholen kann). Wenn Sie keine Konzentration erlangen, dann akzeptieren Sie es oder nehmen sich ein paar Sachen von der “Kröten-Liste” vor oder meditieren Sie. Hier ein paar Tipps dazu.

 

Bild: Burst

 

#5 Arbeitsplatz

Suchen Sie sich einen geeigneten Platz zum Arbeiten, wo Sie bestenfalls mit Strom und Tageslicht versorgt werden. Weniger empfiehlt es sich im Bett oder auf dem Sofa zu arbeiten – das sind Orte, die mit Ruhe und Feierabend verbunden sind. Versuchen Sie, Arbeit und Erholung beziehungsweise Ruhephasen nicht physisch und somit psychisch zu vermengen. Genauso verhält es sich mit der Arbeitskleidung (gleich mehr dazu). Machen Sie es sich im besten Fall gemütlich. Sammeln Sie sich beispielsweise alle vorhandenen Grünpflanzen Ihrer Wohnung zusammen und bauen Sie sich an ihrem Home Office-Platz eine grüne Oase. Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

 

Bild: Designecologist

 

#6 Arbeitskleidung

Natürlich müssen Sie zu Hause keinen Anzug anziehen. Es empfiehlt sich jedoch schon, zumindest in gemütlicher Alltagskleidung ins Home Office zu starten. Gemäß dem Falle, Sie nutzen Videochat und Co. ist das sowieso von Vorteil. Der andere ist, dass man zumindest so tut, als würde Normalität eintreten: Man zieht sich morgens für die Arbeit an, macht sich auf den Weg und setzt sich an den Schreibtisch – auch wenn dieser gleich ums Eck ist. Wie meinte Karl Lagerfeld? “Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.” Soviel dazu.

 

Bild: The Lazy Artist Gallery

 

#? Ihre Ideen und Tipps

Wie gehen Sie mit der aktuellen Lage um? Wie arbeiten Sie optimal im Home Office oder kommunizieren mit Kollegen und Kolleginnen? Uns ist es ein Anliegen Ihre Lage und Stimmung einzufangen und kreative Lösungsansätze für Kreativschaffende und alle anderen Branchen in Thüringen zu finden. Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei unterstützen! Schreiben Sie uns Ihre Ideen an info@thueringen-kreativ.de oder beteiligen Sie sich an unseren Aufrufen zum Erfahrungsaustausch auf unseren Social-Media Kanälen Facebook und Instagram. Kommentieren Sie unsere Aufrufe und geben Sie Ihr Statement ab, um andere durch Ihr Wissen und Ihre Ideen für diese Lage zu unterstützen.

 

Titelbild: Danielle Macinnes

 

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