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Kooperationsmanagement – Zusammenarbeit bewusst gestalten

Ein Gastbeitrag von Marcus Berger

Was eine erfolgreiche Zusammenarbeit ermöglicht.

So viel vorab: Wer ein gutes Netzwerk hat und weiß worauf es bei der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wirklich ankommt, wird höchstwahrscheinlich schneller und besser Ziele erreichen. Moderne Kooperationsformen bieten neben der altbekannten Arbeitsteilung noch weitere, vielleicht sogar viel wichtigere Möglichkeiten, um mit den Herausforderungen einer neuen Arbeitswelt umzugehen. Keyword: Innovation. Aber dazu später mehr.

 

Mit wem und wie?

Bei der Frage, wer für bestimmte Aufgaben überhaupt als Kooperationspartner geeignet ist, macht es Sinn darüber nachzudenken, ob dafür jene Partner mit ähnlichen Fähigkeiten wie man selbst hat oder eher solche mit ganz anderen Kompetenzen passend sind. Prinzipiell kann beides sinnvoll sein. Das mit der Kooperation verfolgte Ziel sollte hier als Entscheidungsgrundlage dienen. Ist es beispielsweise der Fall, dass Kooperationspartner mit andersartigen Fähigkeiten benötigt werden, macht es Sinn dort zu suchen, wo man für gewöhnlich nicht suchen würde. Keyword: branchenfremd
Branchenfremde bzw. crossfunktionale Netzwerke eignen sich vor allem auch für Kooperationen, die über die klassische arbeitsteilige Zusammenarbeit hinausgehen. Eine immer populärer werdende Form der Zusammenarbeit – Keyword: Kollaboration – meint wenig bis gar keine Arbeitsteilung. Im Fokus steht hier intensiver Austausch, gemeinsames Nachdenken und Problemlösen unter Nutzung aller zur Verfügung stehenden Ressourcen, um letztendlich Wissen zu teilen und gemeinsam Lösungen zu konstruieren. Bei dieser intensiven Form der Zusammenarbeit werden, sofern die wichtigsten Rahmenbedingungen passen, zwangsläufig neue Ideen geschaffen. So können wirkliche Innovationen ermöglicht werden, die gegebenenfalls den entscheidenden Unterschied machen.

 

Kollaboratives Problemlösen als Innovationsfaktor

 

Die wichtigsten Faktoren für gelingende Kooperationen

  • Will man ein qualitativ hochwertiges Netzwerk aufbauen und entsprechende Zusammenarbeiten anbahnen, ist es wichtig selbstbewusst auszuwählen. Wie so oft im Leben zählt an dieser Stelle Qualität statt Quantität. Ist man selbst dabei auch noch authentisch sind die Voraussetzungen gut.
  • Als Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gelten gemeinsam geteilte Werte und Ziele. Will man später Wissen teilen, sollte das zumindest anteilig passen.
  • Bei der Umsetzung der Kooperation kommt es auf ein gutes Timing an. Alles sofort und auf einmal funktioniert leider nur selten. Es benötigt gelegentlich etwas Ausdauer und Fehlertolleranz, da sich insbesondere gemischte Teams aus verschiedenen Branchen meist erst einmal einspielen müssen. Ist das geschafft, lohnt sich das Ergebnis allerdings um so mehr.

Im besten Fall entstehen Kooperationen zwischen verschiedenen Branchen, Agenturen, Freelancern etc., die dauerhaft von Erfolg gekrönt sind. Beispiele gibt es da schon einige.

 

Marcus Berger ist Gründer von Berger Training und dem Wissensnetzwerk JUNEF. Er begleitet als Organisations- und Teamentwickler verschiedene Unternehmen beim Aufbau und der Gestaltung von Kooperationen und Netzwerken. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Erfurt School of Education forscht er zu kollaborativen Problemlöseprozessen.

 

Titelbild: Zhipeng Ya

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